RISIKOMANAGEMENT

Mögliche Risikopatienten und Situationen

Schritt 1 – Faktoren, die die Sicherung der Nadeln beeinflussen

Diese Risikofaktoren machen es wahrscheilicher, dass ein VND auftreten kann. Besonders bei Zug auf die Schläche, bei ungüstig verklebten Nadeln, bei denen das Pflaster die Nadeln nicht sicher im Gefäß halten kann.

  • Der Patient neigt zu unberechenbaren Bewegungen, ist unruhig, hat intradialytische Hypotonien oder Krämpfe.
  • Patienten, die schon einmal ein VND hatten.
  • Patieten mit venöser Stichkanalblutung.
  • Patienten, die sehr zum Schwitzen neigen.

Schritt 2 – Faktoren, die die Fähigkeiten von Pflegepersonal, Betreuer oder anderen Patienten beeinträchtigen, die Patienten ausreichend zu beabachten.

Diese Risikofaktoren machen es unwahrscheinlicher, dass im Fall eines VND-Ereignises Pflegepersonal, Betreuer oder andere Patienten das Ereignis beobachten können, angemessen reagieren oder jemanden alarmieren können, der dann eingreift.

  • Schlechte Beleuchtung im Raum.
  • Patienten bedecken den Zugang während der Dialyse.
  • Dialyse in einem Isolationsraum.
  • Zentralisierte Heimdialyse oder LC Dialyseeinheit.
  • Zu geringer Personalschlüssel.

Schritt 3 – Faktoren, die die Fähigkeit der Patienten, sich selbst zu beobachten, beeinflussen.

Diese Risikofaktoren machen es unwahrscheinlicher, dass im Fall eines VND-Ereignises der Patient das Ereignis bemerkt, angemessen reagiert oder jemanden alarmiert, der dann eingreift.

  • Patient schläft tendenziell bei der Dialyse ein.
  • Mentale oder kognitive Einschränkungen, z.B. Demenz.
  • Fieber.
  • Sensibilitätsstörungen

Schritt 4 –  Faktoren, die die Fähigkeiten der Dialysemaschine beienflussen, den Patienten zu überwachen.

Diese Risikofaktoren machen es unwahrscheinlicher, dass im Fall eines VND-Ereignises die Dialysemaschine Alarm gibt, damit jemand angemessen reagiert.

  • Unangebrachtes Setzen der venösen Alarmgrenzen.
  • Häufige Fehlalarme durch Materialermüdung.